Honorar in Strafsachen

Das Honorar in Strafsachen ist nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgestz grundsätzlich nach sogenannten Rahmengebühren bemessen, die sich nach dem jeweiligen Verfahrenstadium richten (Grundgebühr, Vorverfahrensgebühr, Terminsgebühr vor der Polizei/Staatsanwaltschaft, Verfahrensgebühr vor dem Gericht, Terminsgebühr für jeden gerichtlichen Verhandlungstermin, Zuschläge für den in Haft befindlichen Mandanten etc.).

Die Honorarsätze der Rahmengebühren sind meiner nunmehr 23 Jahre langen Strafrechtserfahrungen nach zwar geeignet, normale Fälle (Verkehrsdelikte, Eigentumsdelikte, Verstöße gegen das Waffengesetz, einfache Wettbewerbsdelikte, etc.), abzudecken.

Nicht geeignet sind sie jedoch, aufwändigere Fälle (z.B. Wirtschaftsstrafsachen, organisierte Kriminalität) auch nur annähernd dem tatsächlichen Aufwand einer solchen Verteidigung entsprechend abzudecken.

Die engagierte Verteidigung bedarf naturgemäß eines erheblichen Akten- und Rechercheumfangs, strategiesch flexiblem Vorgehen mit Alternativlösungen, Ortsterminen, vorbereitende Reisetätigkeiten, verfahrenstaktische Intensivbefragungen von Zeugen, ggf die Fallarbeit mit Privatsachverständigen, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern und ggf. auch die Koordination mit weiteren Verteidigern (z.B. auch bei mehreren Tatbeteiligten), mit zahlreichen „koordinierten Beweisanträgen“, Rechtsbeschwerden und ggf. auch noch Befangenheitsanträgen etc. .

In aufwändigen Strafverfahren, wie z.B. Wirtschaftsstrafverfahren, ist daher ein vereinbarter Stundensatz von 350,00 EUR – 450,00 EUR nicht nur in dieser Kanzlei der Regelfall. Hinsichtlich einer eventuellen Deckung durch Rechtsschutzversicherungen ist anzumerken, dass in meinen Verfahren der letzten Jahre ein solcher Honoraraufwand i.d.R. nur von den exklusiven „Director & Office“-Rechtsschutzversicherungen übernommen wurde.